"Das Wochenende war sehr heiß und die angehenden Frösche bekamen einfach nicht mehr genug Sauerstoff und verendeten kläglich.", berichtet die ehemalige Klassenlehrerin Roswitha Ritterbach über das Projekt, das über dreissig Jahre zurück liegt. ""Zum Glück hat eine Schülerin die Kaulquappen und den kleinen Frosch entsorgt."
Der überaus unangenehme Geruch in der Klasse am folgenden
Montag führte zu den Spekulationen die Boykottierung des
Projekts.
Das Froschprojekt hat Roswitha Ritterbach auch in den Jahren danach
nie wiederholt.
Die meisten der Schülerinnen und Schüler sind in der Nähe geblieben. Initiator Hossein "Dodi" Maghssudnia ist aus Frankfurt angereist. "Den neuen Namen musst Du uns erklären!", fordert ihn Roswitha Ritterbach in strengem Ton auf. Brav gehorcht der mittlerweile 46jährige, der von Pastor Beu einst den Spitznamen "Hoss" bekommen hat, mit dem ihn viele immer noch ansprechen.
In der anschließenden "Vorstellungsrunde"
füllen die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der
Klasse 4A von 1977 die Zeit seither mit Informationen.
Viel ist seitdem geschehen. Zwei Verstorbene hat die Klasse 4 A zu
verzeichnen.
"Die meisten Ehemaligen haben wir ausfindig machen können.", so Christiane Seiffert (geborene Sticker), die das Wiedersehen organisiert hat. "Einige konnten aus Termingründen nicht kommen, deshalb wollen wir das Treffen unbedingt wiederholen. Vielleicht machen wir das jetzt sogar regelmäßig."
Vor einigen Jahren haben sich Brigitte Holl (geborene Kaminski) und Sylvia Reinartz (geborene Kelterbaum) wiedergetroffen, die jetzt außer der Buschbeller Schulzeit auch eine Geschäftsbeziehung verbindet. Die beiden haben gemeinsam eine Tasche für Gehhilfen entwickelt und patentieren lassen. "Wir regeln jetzt noch den Papierkram und dann geht es in die Produktion!", faßt Sylvia Reinartz zusammen. "Aber wartet damit nicht, bis wir die Dinger selber brauchen können!", kommt es scherzhaft von einer ehemaligen Mitschülerin.
Früh am Morgen geht die Runde auseinander. Glückliche
Gesichter und Umarmungen. "Wir warten nicht wieder
fünfunddreißig Jahre bis zum Wiedersehen!",
verspricht Christiane Seiffert.


