Bedburg (red). Es handelt sich hierbei um den in Deutschland
geborenen Juden Salomon Perel, der die NS-Zeit unerkannt in der
Hitlerjugend überlebte, ja sogar für die deutsche
Wehrmacht in den Kampf gezogen ist.
Diese besondere Lebensgeschichte hielt er später in seinem
bekannten Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon" fest.
Dabei war es nicht nur die Geschichte des Autors, sondern auch der
Mensch Salomon Perel, der mit großem Interesse und allgemeiner
Anteilnahme betrachtet wurde. Fasziniert lauschten die
Schülerinnen und Schüler den sehr lebendigen
Schilderungen des Redners, der sie vor allem durch seine
Bereitschaft beeindruckte, sich zu seiner problematischen
Vergangenheit in der Hitlerjugend zu bekennen. Dies rief bei den
Schülern große Anteilnahme an den schicksalhaften
Wendungen seines Werdegangs hervor.
Nach dem Vortrag erhielten die Anwesenden Gelegenheit, Fragen an
den Autor zu richten.
Beispielsweise wollten die Schüler wissen, ob Perel
Deutschland trotz aller Erinnerungen gerne besuche und ob er jemals
wieder an Orten seiner Kindheit in Polen gewesen sei.
Die beeindruckende Wirkung seines Vortrages zeigte sich auch, als
viele Schüler Salomon Perel darum baten, dass er ihnen seine
Biografie signierte.
Einige ließen es sich dabei nicht nehmen, auch noch ein
persönliches Wort mit dem Autor zu wechseln. Vor allem
interessierte sie dabei sein familiäres Schicksal nach dem
Krieg und wie es dazu kam, dass er sich schließlich doch dazu
entschlossen hatte, sein Buch zu schreiben. Trotz seines hohen
Alters wurde es der Autor nicht müde, sich geduldig den Fragen
der Jugendlichen zu stellen, was diese ihm hoch anrechneten.
Den Holocaust überlebt
Salomon Perel besuchte das Silverberg-Gymnasium
Letzte Änderung: Montag, 11.06.2012 14:42 Uhr
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