Zeitungen verteilen: macht Spaß und hält fit

Der perfekte Nebenjob für rüstige Rentner

Brühl (huz). "Mir macht die Arbeit einfach Freude", erzählte Hubert Staedel. "Man bewegt sich und ist an der frischen Luft." Und seine Frau Beate Staedel fügte an: "Wir ergänzen uns prächtig, das Austragen macht so doppelten Spaß!". 

Der 65-Jährige trägt seit über zehn Jahren, seine Frau Beate seit sechs Jahren den Brühler Schlossbote aus - mehrere hundert Briefkästen im Bezirk Vochem-Zentrum/Gewerbegebiet beliefern sie jeden Mittwoch mit dem kostenlosen Anzeigenblatt.
Hubert Staedel erledigt seinen Nebenjob am liebsten mittwochs in aller Frühe: Um sechs Uhr beginnt er seine Runde, während seine Frau Beate dann bereits die ersten Beilagen einsortiert und später, wenn es hell wird, selbst die bei ihnen angelieferten 500 Exemplare mit austrägt.
"Es ist einfach ideal, so zusammen arbeiten zu können", sagte Staedel, der anderen rüstigen Senioren Mut macht, ebenfalls Zusteller des Brühler Schlossbote zu werden.
Die Runden der beiden, die seit 34 Jahren in Vochem wohnen und früher bei der Firma Dom Sicherheitstechnik beschäftigt waren, sind jedenfalls am frühen Vormittag geschafft. Dann bleibt genug Zeit für andere Dinge.

Wie wurden Hubert und Beate Staedel zu Zeitungszustellern?

"Ich bin gern unter Menschen", sagte Hubert Staedel. Als der heutige Rentner damals in den Vorruhestand ging, fühlte er sich noch zu jung, um untätig zu Hause herumzusitzen. Zudem konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wie früher in der Kierberger Corrida-Bar oder "Bei Paula" in Alt-Hürth Musik machen. In der Nachbarschaft erfuhr er von der Möglichkeit, den Brühler Schlossbote auszutragen und sich seine Rente aufzubessern. Ähnlich erging es seiner Frau Beate Staedel.
Beide sind zu einer Art Institution in Vochem geworden. "Unsere Kundschaft ist mit uns sehr zufrieden", betonten beide einhellig. Und wenn sie vor den Weihnachtstagen an den Haustüren das ein oder andere kleine Geschenk von den Menschen in ihrem "Veedel" oder ein paar Euro als Trinkgeld vom evangelischen Pastor erhalten, freuen sie sich darüber sehr.
Wenn es dann doch einmal zu einer unerwarteten Verzögerung bei der Auslieferung kommt, machen sich manche Leser gleich Sorgen: "Sind die Staedels etwa krank?". Der richtige Ansprechpartner ist dann Vertriebsinspektor Karl-Heinz Plieschke. Er arbeitet für die "Rheinische Direkt-Werbung" (RDW), den Zustellservice des Brühler Schlossbote, und kümmert sich persönlich um alle Hinweise von Lesern und Anzeigenkunden. "Herr und Frau Staedel waren in den letzten Jahren allerdings nie krank", berichtete er. "Bis heute hat es keine Reklamationen über die Beiden gegeben!".
Karl-Heinz Plieschke ist übrigens einer von rund 150 Vertriebsinspektoren, die an jedem Verteiltag vor Ort sind, um die Zusteller bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Seit nunmehr drei Jahren sorgt der 67-Jährige dafür, dass alle Leser und Kunden in seinem Kontrollbereich mit der Verteilung zufrieden sind.
Natürlich passieren auch mal Fehler bei der Zustellung - aber dann ist der Inspektor zur Stelle, um der Sache auf den Grund zu gehen. Neue Zusteller besucht Plieschke zuhause und erklärt ausführlich, worauf es bei der Verteilung ankommt, etwa was es mit den Lieferscheinen auf sich hat oder was Zustellverbote sind. Alles, was für die Arbeit wichtig ist, steht außerdem in einem handlichen Merkheft, das Karl-Heinz Plieschke nach dem jeweiligen Einstellungsgespräch überreicht: "Da kann jeder alles noch einmal in Ruhe nachlesen."

Wie groß sind die
Zustellbezirke im Schnitt? 

"Bis zu 300 Haushalte gehören im Schnitt zu einem Bezirk", erklärte Plieschke, "vielleicht auch mal mehr." So ist die Arbeit innerhalb weniger Stunden leicht zu schaffen. In den meisten Fällen wohnen die Zusteller des Brühler Schlossbote vor Ort in ihrem Zustellbezirk. Das heißt, die Zeitungen werden bei ihnen zuhause angeliefert und können dann direkt in der Nachbarschaft ausgetragen werden. Mitmachen kann jeder, der Lust hat, sich an der frischen Luft etwas hinzu zu verdienen - bis ins hohe Rentenalter. Beate und Hubert Staedel meinten abschließend: "Wir können nur jedem raten, das zu machen!" Die Arbeit macht den beiden Spaß und mit ihrem monatlichen Verdienst sind sie hochzufrieden - jede Woche aufs Neue freuen sich die Staedels auf ihre Runde.

Auf interessierte, motivierte Bewerber freut sich der RDW-Zustellservice des Brühler Schlossbote unter Tel.: 02203/188399 oder im Internet: http://www.rdw-koeln.de/jobs.



Letzte Änderung: Donnerstag, 19.04.2012 13:01 Uhr

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