Von Montserrat Manke
Wesseling. Punkt 6 Uhr gab es einen riesigen Knall und bis nach Urfeld wurden die Anwohner der Chemiemetropole aus dem Schlaf gerissen: Bei der LyondellBasell war es in eine Polymer-Anlage zu eine Druck Explosion gekommen, bei der nach Werksangaben sieben Arbeiter leicht verletzt worden seien.
"Die Mitarbeiter haben so eine Art Hörtrauma, auf jeden Fall keine offenen Wunden", sagte Wolfgang Fischberger der Redaktion auf Nachfrage. Alle wurden nach Bonn ins Krankenhaus gebracht, mittlerweile konnten alle wieder entlassen werden, sie haben ihre Arbeit entweder wieder aufgenommen, oder sind nach Hause, heißt es in der abschließenden Presserklärung des Werkes. Was zu der Explosion geführt habe, sei weiter noch unklar, so der Stand um 14 Uhr.
Die Anlage dient der Gewinnung von Polyethylen und befindet sich auf dem südlichen Werksgelände, schon auf Kölner Boden, deshalb waren neben 23 Einsatzkräften der Werksfeuerwehr sowie der Wesselinger Wehr auch Kölner Berufsfeuerwehrmänner und -frauen im Einsatz.
Bei der Explosion seien Kohlenwasserstoffe in die Atmosphäre gegangen, so Fischberger. Durchgeführte Messungen der Umgebungsluft hätten keinen gefährlichen Stoffaustritt in der Umgebungsluft gezeigt. Die Polizei des Regierungsbezirkes Köln hat die Ermittlungen aufgenommen, das Amt für Arbeitsschutz wurde hinzugezogen.
Bei der Explosion gingen auch Fensterscheiben außerhalb des Werkes zu Bruch, die LyondellBasell bedauere den Vorfall und die damit verbundenden Beeinträchtigungen der Nachbarschaft.
















