Pulheim(gb) Lang anhaltende und kräftige Regenfälle in der letzten Woche sorgten dafür, dass die Flüsse im Einzugsgebiet des Rheins kräftig anschwollen. Der Rheinpegel stieg vom Mittwoch letzter Woche, langsam aber stetig um 5-8 cm pro Stunde. Sobald der Rhein die 6,30 (Hochwassermarke I)erreicht, müssen die Schiffe ihre Geschwindigkeit auf ca. 20 km/h drosseln und in der Mitte des Stromes fahren. Bei 8,30m (Hochwassermarke II) wird die Schifffahrt eingestellt. In Köln-Rodenkirchen wurden mobile Spundwände montiert. Ufernahe Gebiete, Gehwege und Rheinauen wurden überflutet. Die Rheinfähre Zons - Urdenbach stellte ihren Fährbetrieb ein. An vielen Orten konnte man Schaulustige beobachten, die sich dieses kleine Hochwasser nicht entgehen ließen. Die Scheitelwelle des Hochwassers in Köln erreichte mit 7,78 m am vergangenen Wochenende seinen Höchststand.
Glück gehabt kann man sagen.
Tatsache, dass der Rhein in Köln, vor ca. 6 Wochen einen Pegel
von 90 cm hatte, ist es zu verdanken, dass es nur ein kleines
Hochwasser war. Der Rheinpegel beträgt normalerweise um diese
Jahreszeit ca. 3,50 m. Hätten wir diesen Pegelstand gehabt,
wäre es nicht so glimpflich ausgegangen.
Das Wetter hat sich beruhigt und der Rhein wird in den
nächsten Tagen weiter fallen.
Arbeit bleibt dennoch. Die Beseitigung des Hochwassermülls,
wird die Helfer der Städte am Rhein noch einige Zeit
beschäftigen.



