Brühl. Großer Betrieb im Berliner Reichstag:
132 Schüler und zehn Lehrer waren in die Hauptstadt gereist,
um gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Detlef Seif Erde aus
dem Wahlkreis 93 in das Kunstwerk "Der Bevölkerung"
einzubringen.
Insgesamt 19 Schulen aus dem Kreis Euskirchen und dem
Rhein-Erft-Kreis waren dem Aufruf des CDU-Politikers gefolgt,
darunter die Erich-Kästner-Realschule aus Brühl.
Der Kunstkurator des Deutschen Bundestages, Dr. Andreas Kaernbach,
zeigte sich beindruckt von der Zahl der Teilnehmer. "Die
Veranstaltung müsste in das Guinness-Buch der Rekorde
eingetragen werden", so der gebürtige Schleidener.
Bereits seit September 2000 besteht im nördlichen Innenhof des
Reichstagsgebäudes die Kunstinstallation "Der
Bevölkerung" von Hans Haacke. Die Installation besteht
aus einer von Holzbohlen eingefassten Fläche, von der sich der
aus Neonlichtbuchstaben geformte Schriftzug "DER
BEVÖLKERUNG" abhebt. Mit dieser Abwandlung der Inschrift
am Hauptportal des Reichstagsgebäudes ("Dem Deutschen
Volke") will der Künstler auf die veränderte
Zusammensetzung der heutigen Bevölkerung in Deutschland
hinweisen. Vom Künstler ausdrücklich erwünscht ist
es, dass sich die Bevölkerung mit ihren Bundestagsabgeordneten
an der Weiterentwicklung des Kunstwerks beteiligt. In den
Wahlkreisen soll an landschaftlich, geschichtlich, politisch oder
gesellschaftlich bedeutsamen Orten eine Bodenprobe genommen und
diese dann in das Kunstwerk eingestreut werden.
Schüler der Erich-Kästner-Realschule (EKR) in Brühl
(Thema: Rheindorfer Burg) und der Apostolischen Schule Bad
Münstereifel hatten ihre Bodenproben bereits vor drei Wochen
im Rahmen eines Besuchs selbst in das Kunstwerk eingestreut.
Abschließend wurden von den Schülern die
unterschiedlichen Erdproben über die Kunstinstallation im
nördlichen Innenhof des Berliner Reichstagsgebäudes
ausgestreut.
132 Schüler trugen Erde nach Berlin
Erich Kästner-Realschule hatte Rheindorfer Burg als Thema
Letzte Änderung: Freitag, 21.10.2011 10:56 Uhr
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