Von Detlev Junker
Uedorf. Es ist soweit! Über Uedorf weht wieder eine Flagge mit dem eigenen Wappen des kleinsten Bornheimer Ortsteil. Bernd Marx, Uedorfer Ortsvorsteher, hisste die neue Fahne in seinem Garten an der Parkstraße 65.
"Es liegen zwei Jahr Entwicklungsarbeit mit Historikern des Landschaftsverbandes Rheinland und viele Gespräche mit Vertretern der Stadt hinter uns", freute sich Marx über das Ende der fahnenlosen Zeit.
Das neue Wappen ist dreigeteilt in Schildhaupt, Mittelstelle und Schildfuß. Das Schildhaupt im oberen Fahnenteil zeigt das Kreuz des Kurfürstentums Köln, wozu Uedorf jahrhundertelang politisch und territorial bis 1804 gehörte.
Das Kreuz steht gleichzeitig für das Erzbistum Köln, zu dem Uedorf seit Entstehung des Ortes im Frühmittelalter bis heute kirchlich gehört. Im Mittelteil der Fahne wird der Mühlenturm als das markantestes Bauwerk und Wahrzeichen Uedorfs dargestellt.
Der Schildfuß meint den Rhein, an dessen linken Längsufer Uedorf liegt sowie die fruchtbare Rheinebene und das Rheinland, dass seit 1826 dieses Wappen führt und dessen Farben grün-weiß sind.
Das neue Wappen wurde von der Uedorfer Bevölkerung durch eine Abstimmung über mehr als 30 Vorschlägen ausgewählt. "Dem neuen Zeichen fehlt leider die behördliche Genehmigung als offizielles hoheitliches Zeichen zu gelten", sagte Marx kurz vom Aufziehen der Fahne, deswegen hoffe er, dass aber möglichst viele Privatleute vor und hinter ihren Häusern in Uedorf Flagge zeigen werden.










