Brühl. Warm verpackt gegen die eisige Kälte
der diesjährigen Vorweihnachtszeit, ließ sich eine
fünfköpfige Delegation aus Kenia von Stadtführerin
Anja Broich die Brühler Sehenswürdigkeiten zeigen.
Die Gäste aus Kabarnet, der afrikanischen
Partnerstadt von Hürth, waren etwas verwundert, dass die
Füße so schnell kalt werden können. Schließlich
ist das Klima im kenianischen Hochland, etwa 300 km nördlich
von Nairobi, recht gemäßigt. Aber eisige Füße
minderten nicht im Geringsten die Freude und das Interesse an der
kulturhistorischen Entwicklung der Schloßstadt.
Höhepunkt des Rundgangs war zweifellos ein Besuch im
Keramikmuseum. Die Leiterin des Museums, Dr. Julia Rücker,
erläuterte kenntnisreich 900 Jahre Brühler
Töpfereigeschichte und führte durch die ständige
Ausstellung. Interessant war, dass die Gäste bei den
Gefäßformen Parallelen zu kenianischen Töpferwaren
feststellen konnten.
Seit 1988 besteht zwischen den Gemeinden Kabarnet und Hürth
eine lebendige Städtepartnerschaft, um Lebenssituation und
Kultur dem jeweils anderen näher zu bringen. In den zwei
Jahrzehnten entwickelten sich zahlreiche persönliche Kontakte,
vor allem auch zwischen den Schulen und Schülern der beiden
Städte. So konnten zahlreiche Hilfsprojekte in Kabarnet
verwirklicht werden.
Der diesjährige Aufenthalt der Gruppe, die aus Mitgliedern der
Stadtverwaltung und des Gemeinderates bestand, war ein voller
Erfolg. Auch künftig will man intensiv zusammenarbeiten, um
weitere Projekte und Kontakte lebendig zu halten.
Parallelen zu afrikanischer Töpferei entdeckt
Besuch aus Kenia im Brühler Keramikmuseum
Letzte Änderung: Mittwoch, 15.12.2010 14:26 Uhr
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