Mit einem weiteren Podestplatz beendete der Kölner Motorradrennfahrer Sebastian Skibbe (Köln-Esch) die diesjährige Rennsportsaison.
Bei widrigen Witterungsverhältnissen gelang dem 18-jährigen Schüler, der für das ADAC Nordrhein Sport-Team startet, zusammen mit seinen Teamkollegen Christoph Drobe (Bad Laasphe) und Martin Schuh (Siegen) beim Abschlussrennen der DMC-Langstreckenmeisterschaft für Motorräder auf dem Nürburgring ein 3. Platz in der Klasse 3 (Supersport/Motorräder bis 600 ccm).
Es war ein hart umkämpfter Erfolg. Immer wieder wechselten die Bedingungen bei typischem "Nürburgring-Wetter". Innerhalb der sechsstündigen Renndistanz musste das Set-up der Motorräder mehrfach geändert werden. Kaum waren die Regenreifen montiert, trocknete die Strecke bei intensivem Wind auch schon wieder ab. In diesen Phasen kam es auf eine gute Abstimmung innerhalb des Teams an. Mit möglichst wenigen Wechseln musste von den 3 Maschinen immer das Motorrad mit den jeweils richtigen Einstellungen auf die Strecke geschickt werden.
Den Anfang machte Skibbe als jüngster Fahrer seines Teams mit seiner 130 PS starken Yamaha R 6. Anders als bei den Sprint-Rennen sitzt der Fahrer beim Start nicht auf seinem Motorrad, sondern steht einige Meter entfernt an der gegenüberliegenden Streckenbegrenzung. Nach dem Startsignal spurtet der Fahrer zu seinem Fahrzeug, das von einem Helfer festgehalten wird. Erst wenn der Fahrer aufsitzt, wird das Motorrad gestartet und das Rennen aufgenommen.
Nach 20 Runden auf dem 5,128 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs erfolgte der erste Wechsel. Das Team schaffte es, sich während der gesamten Renndauer permanent zwischen Platz drei und vier zu behaupten. Nachdem die ersten beiden Teams sich ein wenig absetzen konnten, kämpfte Skibbes Team intensiv um Platz 3.
Die Entscheidung sollte aber erst ganz am Schluss fallen. Als während der letzten halben Stunde des Rennens die Bedingungen erneut von trocken auf nass umschlugen, kam es noch einmal auf den Zeitpunkt des Wechsels an. Schließlich hatte Skibbes Teams die richtige Taktik gewählt und das glücklichere Ende für sich. Mit einem knappen Vorsprung von 13 Sekunden nach einer Renndauer von sechs Stunden konnte das Team auf dem Podest kräftig feiern.
Sebastian Skibbe: "So spannend können
Langstrecken-Rennen sein! Auch dort kommt es auf Sekunden an - und
das nach sechs Stunden. Bei den schwierigen
Wetterverhältnissen hat die Kommunikation in unserem Team gut
funktioniert und bei der Strategie-Wahl hatten wir das nötige
Glück. Umso mehr haben wir uns bei der knappen Entscheidung
gefreut, zum Abschluss der Saison noch einmal auf dem Podium zu
stehen."

